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Die Ballade von  Hester Jonas
Wikepedia ===> Hester Jonas
      Peter Maiwald, ein in Neuss lebender zeitgenössischer Dichter, schrieb diese 
      Ballade nach einer Gerichtsnotiz aus dem Jahre 1635: "Hester Jonas, 
      Ehefrau des Peter Meurer, an der Windmühle zu Neuss, verbrannt am 24. 
      Dezember 1635 dort selbst."

      Text: Peter Maiwald
              Musik: Pit Budde 
    
    Die Ballade gesungen  
      Dort unten im Gnadental geschah eine Geschicht,
      Die hat schön angefangen und endete so nicht.
      Die Hester Jonas war des Peter Meurer Weib,
      Sie hatte grobe Hände und einen jungen Leib.

      Die Tag waren Arbeit, die Nächte waren leer
      Und Hester hatte Träume und träumte immer mehr.
      Und morgens an der Erft wenn sie die Wäsche rieb,
      Erzählte sie den Frauen was von den Träumen blieb.

      Da war aus Wein der Fluß
      Die Bäume trugen Brot
      Im Hamfeld blühten Kirschen
      Die war'n im Winter rot
      Kein Krämer fuhr den Karren
      Kein Geld brauchte ein Kleid
      Kein Mensch brauchte zu darben
      Kein Weg war mehr zu weit.

      Die Frauen hörten sie mit lachendem Gesicht
      Schön waren Hester's Träume und schadeten doch nicht.
      Und mittags auf dem Markt, wo mancher Händler rief,
      Geschah's, daß um die Jonas mehr Volk zusammenlief.
    
   Die Männer zeigten ihr oft einen schiefen Mund,
      Die besseren sagten: Hester, du richtest dich zu Grund.
      Des Nachts zum kühlen Graß kamen sie hungrig doch
      Und wollten Hester's Träume und baten: Heute noch!
Die Städte werden fallen
      wo reich nur wenig sind
      Die armen Leute steigen
      Zum Reichtum ohne Sünd
      Und gebt nicht mehr dem Fürst
      Nicht Bischof und nicht Zar
      Und wird nicht sein am morgen
     wie es am Abend war

      Da kamen in der Früh zwei Männer aus der Stadt
      Und schleppten Hester Jonas vor einen Magistrat.
      Da war die Red' von Gott, da war die Red' von ihr
      Da war die Red' von Träumen die kränken Mensch und Tier.

      Und quetschten ihr den Hals und brachen ihr Gebein,
      Die ganze Stadt hat Tage voll Hester Jonas' Schrein.
      Und unterschrieb die Schuld mit der verkrümmten Hand
      Und schrie noch lange Träume, bis sie das Feuer fand.

      Die Städte werden fallen
      wo reich nur wenig sind
      Die armen Leute steigen
      Zum Reichtum ohne Sünd
      Und gebt nicht mehr dem Fürst
      Nicht Bischof und nicht Zar
      Und wird nicht sein am morgen
      Wie es am Abend war
    
 Dort unten im Gnadental geschah eine Geschicht,
      Die hat schön angefangen und endete so nicht . . . . . . .
 

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